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VBC Oftringen 2 – BSC Zelgli       3:2
Mehrzweckhalle, Oftringen – 21 Zuschauer
Sätze: 25:16 (22 min); 26:28 (31 min); 16:25 (26 min); 25:20 (21 min); 15:5 (10 min)
Total: 2h 5min 

VBC Oftringen
Amrhein, Heiniger, Disler, Läubli, Gerber, Loretz-Roth, Hochuli, D'Antico, Flückiger, Huber
Coach: C. Rössler
Oftringen ohne: Weber, V. Benz, S. Benz, Burkart, Maia 

BSC Zelgli
Van Reeuwijk, Baertschi, Brunschwiler, Peterhans, Brack, Mercatali, Schiffmann, Weber, Küng, Hächle
Coach: N. van Reeuwijk

 

Von Nora Flückiger

Dieses Mal nur zu zehnt und vor allem ohne jugendliche Unterstützung (die U23-Spielerinnen durften heute an der SM-Quali ihr Können unter Beweis stellen) traf sich das Damen 2 zum Heimspiel gegen den BSC Zelgli Aarau. Nachdem der letztjährige Gruppenzweite diese Saison etwas zu kämpfen hatte, war sich der VBCO nicht ganz sicher, was ihn in diesem Spiel erwarten würde.

Der erste Satz begann zunächst ausgeglichen. In langen Ballwechseln gaben beide Teams Vollgas und brillierten vor allem in der Defense. Erst zur Satzmitte gelang es den Oftringerinnen, ihren Gegnerinnen davonzuziehen. Huber machte ihre Sache in Angriff und Block "très joli", Disler schmetterte die Bälle auf die völlig freie Position 6 und Amrhein setze den Gegner aus dem Rückraum zu. Mit viel Druck konnte Amrhein damit direkt sieben Mal in Folge zum Service aufschlagen. Zum Satzende wollte den Gegnerinnen gar nichts mehr gelingen, und Loretz konnte nach sechs erfolgreichen Anspielen mit ihrem Team über den 25:16 Satzsieg jubeln.

Trotz des brillanten Spiels im ersten Satz, verschlief der VBCO den Anfang des zweiten und geriet direkt 4:0 ins Hintertreffen. Zwar fingen sich die Oftringerinnen dann wieder, aber den Rückstand vermochten sie zunächst nicht aufzuholen und nach einer Fünfer-Serviceserie der gegnerischen Nr. 9 lag der BSC mit 11:6 in Führung. Die Gegnerinnen profitierten von den vielen Eigenfehlern des VBCO und Insbesondere in der heimischen Serviceannahme begann es zu hapern. Mit Huber am Anspiel gelang es schliesslich, den Rückstand zum 16:19 zu verringern und im Anschluss war es Hochuli, die direkt sechs Mal in Folge bis 22:20 zum Service aufschlug. Nun folgte der Volleyballkrimi: Der BSC erspielte sich einen ersten Satzball zum 24:23; der VBCO glich aus, es folgte ein zweiter Satzball für die Gäste, welchen die Oftringerinnen erneut abwehrten. Doch den dritten Satzball verwertete der BSC schliesslich zum 28:26.

Top motiviert starteten die Oftringerinnen in den dritten Satz. Doch nun wollte gar nichts mehr gelingen und ehe sich die Heimmannschaft versah, musste Coach Rössler beim 4:11 ihr erstes Timeout beziehen. Trotzdem gelang es den Oftringerinnen nicht, ins Spiel zurückzufinden. Viele Eigenfehler und fehlender Druck am Netz spielte den Gegnerinnen in die Karten und erlaubte es ihnen, ihre starke Mittelangreiferin zu lancieren. Deutlich musste sich der VBCO schliesslich mit 25:16 geschlagen geben und eine 2:1-Satzführung des BSC hinnehmen.

Doch wenn die Gegnerinnen bereits mit einem einfach 3:1-Sieg gerechnet hatten, so hatten sie sich verschätzt. Mit einem neuen Versuch in der Aufstellung (Hochuli auf Aussen) starteten die Oftringerinnen fulminant und übernahmen direkt eine deutliche Führung – mit Hochuli am Service; inkl. einem Ass! Insbesondere Disler setzte die Gegner mit gezielten Angriffen und platzierten Finten immer wieder unter Druck und Heiniger stellte die Bluewall im Block gegen die gegnerische Hauptangreiferin. Beim Punktestand von 12:5 aus Oftringer Sicht bezogen die Gegnerinnen ihr erstes Timeout – aber die Oftringerinnen punkteten weiter. Nach einer kurzen Unsicherheit in der Satzmitte, zog das Heimteam weiter davon bis zum 24:15. Doch der Satzball bereitete dem VBCO grosse Schwierigkeiten und dem BSC gelang es, fünf Punkte wiedergutzumachen, bis die Oftringerinnen sich den Satzausgleich mit 25:20 holten.

Auch im fünften Satz liessen die Oftringerinnen ihren Gegnerinnen von Anfang an keinen Stich. Hochuli überzeugte als Aussenangreiferinnen und spielte den Gegnern die Finten um die Ohren (und auf den Kopf) und Loretz punktete mit Kurzangriffen und im Notfall auch mit platzierten Pässen. So konnte Amrhein noch eine weitere Serviceserie hinlegen und verdient und deutlich entschieden die Oftringerinnen diesen 5. Satz schliesslich mit 15:5 für sich.

Damit gewinnt das Damen 2 nach über zwei Stunden Spielzeit schliessich mit 3:2. Trotzdem war die Freude beim Heimteam eher verhalten, da sich alle einig waren, dass ein Fünfsätzer nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Aber die Oftringerinnen zeigten heute mehrheitlich ein gutes und souveränes Spiel mit viel Einsatz und Herzblut und man darf gespannt sein, wie es im Cup-Viertelfinale am nächsten Mittwoch weitergehen wird – dann auch wieder mit vollem Kader und Verstärkung aus dem Jungbrunnen!

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