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VBC Münsigen – VBC Oftringen 3:0

Sporthalle Schlossmatt, Münsigen; 29 Zuschauer. SR: A. Mollet, J. Heimlicher
Sätze: 25:16 (20‘); 25:21 (26‘); 25:16 (21‘)
Total: 1 Stunde 15 Minuten

VBC Oftringen
Burger, Erni, Frey, Gloor, Ingold, Lazarevic, Leitner, Stutz
Coach: R. Meyer
Oftringen ohne: Dürig, Koller, Nadarevic, Pfirter, Rössler

VBC Münsigen
Bratschi, Henseler, Bosman, Jo. Rohrer; Ja. Rohrer, Läderach, Karl, Syffert, Armbruster, Walther, Ritz, Kammer
Coach: F. Haenni
Assistenzcoach: C. Anthonioz


von Aline Leitner

Aufgrund Ferienabwesenheiten und Coaching-Tätigkeiten trat der VBCO nur mit 7 ½ Spielerinnen, Sabine Frey zwickte es böse in der Wade und schonte sich deshalb vorübergehend, gegen den VBC Münsingen an. Oftringen erwischte einen miserablen Start und spielte verunsichert und mit wenig Selbstbewusstsein und Kampfgeist. Nachdem die gegnerische Nummer 9 direkt 6 Mal in Folge punkten konnte, sah sich Coach Meyer bei 5:10 zum ersten Time-Out gezwungen. Dieses zeigte jedoch nicht die gewünschte Wirkung. Die Münsingerinnen spielten frisch von der Leber, währenddessen der VBCO kaum wiederzuerkennen war. Keine Spur vom Spielwitz und Team- und Kampfgeist des vergangenen Meisterschaftsspiels. Glanzpunkte gab zwar wenige, doch der präzise Longline-Schlag von Burger, der direkte Blockpunkt von Erni oder die Mini-Service-Serie von Stutz und Leitner liessen erahnen, dass der VBCO eigentlich zu besserer Spielleistung befähigt war. Doch im ersten Satz konnte der VBCO sein Potenzial auch nach einem weiteren Time-Out bei 16:23 nicht mehr ausschöpfen und verlor sang und klanglos mit 16:25.


Dass das Problem des VBCO psychischer Natur war, war allen bewusst. Doch auch in der Starphase des zweiten Satzes war der Wurm drin. Oftringen gelang nach einer Service-Serie von Nummer 5 und einer schwachen Phase im Side-Outspiel ins Hintertreffen und Coach Meyer bezog bei 1:6 das erste Time-Out. Oftringen fand darauf hin besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand dank clever gespielter Finte von Ingold und einem langen Diagonal-Schlag von Gloor. Doch vor allem im Defensespiel stand sich der VBCO selbst im Weg. Zu oft kam man den berühmten Schritt zu spät. Zu oft gab es Absprachemissverständnisse und zu oft war es mehr ein nebeneinander statt miteinander. Der Wechsel auf der Diagonal-Position (Lazarevic für Gloor bei 8:15) brachte einen kurzen Aufschwung. Lazarevic punktete direkt mit einem Block zum 10:15. Der VBCO schien nun wieder Hoffnung zu schöpfen und agierte in der Defense schneller und im Angriff cleverer. Bei 12:18 erfolge der Wechsel auf der Mittelblock-Position und Frey schmetterte dem VBC Münsingen sogleich den Ball mit einem B Angriff um die Ohren. Der VBCO drehte nochmals etwas auf und zwang Münsingen bei 24:19 zu einem Time-Out. Jedoch reichte das späte Aufbäumen und Auftauchen des Kampfgeistes nicht zum Satzgewinn. Auch der zweite Durchlauf ging mit 25:21 an den VBC Münsingen.


Oftringen stellte im dritten Satz die Aufstellung um und so wechselten Erni und Burger ihre Anfangs Positionen, Lazarevic fungierte weiterhin als Diagonal-Blockerin und Frey blieb für Ingold auf dem Feld. Mit Burger am Service zeigten die Spielerinnen des VBCO, was sie auf dem Kasten hatten. Der VBCO spielte losgelöster, offensiver und punktete mit Block und clever gespielten Angriffen. Doch die Freude währte nur kurz. Nach der 7:2-Führung holte der VBC Münsingen den Rückstand ohne Probleme auf, raste auf der Überholspur vorbei und erspielte sich einen komfortablen Vorsprung von 9 Punkten. Auf Oftringer-Seite folgte bei 9:11 ein Wechsel im Mittelblock (Ingold für Stutz). Doch der VBCO blieb ein Schatten seiner selbst und so fruchteten auch die einfachsten Spielzüge nicht mehr. Da nützte auch das Time-Out bei 9:15 nicht mehr viel und auch der letzte Satz ging ernüchternd klar mit 25:16 an Münsingen.


So machte sich Oftringen also frustriert und ohne Punkte auf den Weg nach Hause. Da war der Burger-Stopp eine willkommene Ablenkung. Doch nun gilt es das Vergangene nicht unbedingt zu vergessen, sondern aus den Fehlern zu lehren um dann am 29. Januar 2017 um 16 Uhr gegen Uettligen die noch offene Rechnung zu begleichen.

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