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VBC Oftringen – Volley Solothurn 1:3

Mehrzweckhalle, Oftringen; 37 Zuschauer. SR: J. Birrer; Ch. Brunner
Sätze: 16:25 (21‘); 25:22 (22‘); 17:25 (21‘); 16:25 (21‘)
Total: 1 Stunde 31 Minuten

VBC Oftringen
Erni, Frey, Gloor, Ingold, Koller, Leitner, Rössler, Stutz
Coach: R. Meyer
Oftringen ohne: Burger, Dürig, Lazarevic, Nadarevic & Pfirter

Volley Solothurn
Diaz, Bobst, Perlasca, Burger, Koeninger, Riner, Kiliç, Klaska, Jaunâtre
Coach: M. Mejer
Assistenzcoach: L. Stüdeli

Von Aline Leitner


Nach der Niederlage vom Samstag liess sich der VBCO vom nachfolgenden NLA-Match (Sm’Aesch-Pfeffingen gegen Volero Zürich) inspirieren. Das letzte Mal der Saison 2016/2017 ging es darum vor Heimpublikum zu überzeugen und sich gegen Solothurn zu beweisen. Doch die angereisten Fans als auch das Heimteam hatten sich vermutlich mehr versprochen. Die Nerven des VBCO flatterten von Beginn an und schnell sah sich das Heimteam mit 1:7 im Hintertreffen. Das Time-Out bei 1:6 weckte die Oftringerinnen etwas auf und Erni als auch Gloor lancierten mit je drei Servicepunkten die Aufholjagd. Doch diese glückte nicht. Solothurn spielte losgelöster und war in der Defense agiler. Von der sonstigen Stärke des VBCO, dem Block, war nicht viel zu sehen. Zu oft spickte der Ball direkt von den Händen ins Out oder ins unerreichbare Nirgendwo der eigenen Seite. Auch sonst überzeugte der VBCO nicht. Den Spielerinnen war das Spiel vom Vortag und die bisherige Saison anzusehen – sie kamen oft den berühmten Schritt zu spät und auch der Kampfgeist flackerte auf Sparflamme vor sich hin. Mit Leitner am Service gelang es dem VBCO nochmals 5 Punkte näher an die Solothurnerinnen zu kommen. Doch zum Satzgewinn reichte es lange nicht. Dieser ging klar mit 25:16 an die Gäste.
Der VBCO änderte folglich seine Startaufstellung und Rössler durfte für Koller als Aussenangreiferin und Ingold für Frey als Mittelblockerin «ran an den Speck». Diesem Kredo verschrieben startete der VBCO besser in den zweiten Satz und nahm immer mehr Fahrt auf. Hier ein schön geschlagener Kurzangriff von Ingold, dort ein Block-Out-Punkt von Gloor, dann wieder eine 8-Meter-Finte (!) von Rössler und eine von Stutz ins Lagerfeuer – der VBCO zeigte sich seinen Fans doch noch von einer besseren Seite. Dank konsequenter Spielweise und flinkeren Bewegungen in der Defense und Annahme verbuchte der Oftringen mit 25:22 den Satzgewinn auf seiner Seite.
Doch die Freude hielt wiederum nur kurz. Oftringen verpatzte den Start und Meyer nahm bei 3:7 sein erstes und bei 5:13 sein zweites Time-Out. Dem VBCO war erneut der Kampfgeist abhanden gekommen. Ob es an den starken Services der gegnerischen Nummer 5, am ungenügenden Blockspiel oder am zu wenig effizienten Angriffsspiel lag, lässt sich isoliert nicht klar sagen. Zu Ende des Satzes konnte der VBCO dann doch noch einige punkte auf seinem Konto verbuchen. Erni beispielsweise setzte sich mit einem Diagonalschlag gegen Solothurn durch. Doch zum Satzgewinn reichte die späte Rückkehr des Kampfgeistes nicht. Oftringen verlor den dritten Satz klar mit 17:25.
Der VBCO war eindeutig wurmstichig und mit ihm auch der Start in den vierten Satz. Vermehrte Patzer in der Annahme und unglückliche Eigenfehler sowie wenig überzeugendes Blockspiel erleichterten dem Team aus Solothurn das Spiel immens. Bei 0:3 ersetzte Koller Gloor auf der Diagonalposition. Doch gegen die Angriffe der Solothurnerinnen schien weiterhin kein Kraut gewachsen. Der Versuch, ein Mittel gegen die Angriffe und starken Services des Gastteams zu finden, misslang. Die beiden weiteren Wechsel (Frey für Stutz im Mittelblock bei 5:9 und Gloor für Koller bei 5:13) und Time-Outs bei 5:8 und 5:12 fruchteten nicht. Als sich der VBCO dann endlich aus seiner Abwärtsspirale befreien konnte, war es schon fast zu spät. Dem 9-Punkte-Vorsprung konnten die Oftringerinnen nichts mehr anhaben und so verlor das Heimteam auch den letzten Satz des letzten Heimspiels ernüchternd klar mit 16:25.

Obwohl die Leistung des VBCO an diesem Wochenende Lichtjahre entfernt von «fast perfekt» war, sicherten sich die Oftringerinnen mit den beiden Satzgewinnen den Ligaerhalt. Doch mit der Niederlage gegen Sm’Aesch ist der VBCO wieder einen Rang runtergerutscht. Im letzten Match am kommenden Freitag geht es im Direktduell gegen Grenchen nicht nur um drei Punkte sondern darum, wer am Saisonende vom 5. Platz winkt.

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