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VBC Mellingen 1 – VBC Oftringen 2
3:2 (25:14, 22:25, 22:25, 25:10, 16:14)
Kleine Kreuzzelg, Mellingen

VBC Oftringen
C. Disler, R. Loretz, S. Läubli, S. Baumann, V. Benz, S. Wiedemeier, S. Hochuli, J. Benz, E. Karkin, C. D’Antico, J. Ming, S. Heilmeier
Coach: C. Joller
Oftringen ohne: A. Amrhein, M. Bolliger, S. Gerber, N. Haag, J. Huber, V. Willhelm

geschrieben von Corinne D'Antico

Am vergangenen Sonntag wartete mit Mellingen 1 ein altbekannter Gegner auf uns. Schon diverse harte Duelle hat es in der Vergangenheit gegeben. Meist durften wir dabei als Sieger vom Platz gehen und doch waren es stes die Mellingerinnen, die zum Schluss die Nase in der Tabelle vorn hatten.

Hochmotiviert aber in der Durchschnittsgrösse deutlich reduziert, machten wir uns auf die Reise nach Mellingen. Wohl etwas zu spät, denn der erste Satz fand leider ohne uns statt. Gegen die starken Services der Gegner konnten die eingeschüchterten Hasen des VBCO (Zitat S. Joller) nichts ausrichten. So mähte uns der Mellinger Wirbelsturm innert kurzer Zeit nieder und entschied den Satz mit 25:14 für sich.

Für den 2. Satz musste sich Coach Joller nun etwas einfallen lassen. Doch vor lauter Wechsel-Enthusiasmus schlich sich ein Zahlendreher ein, der die Gemüter auf und neben dem Feld erhitzte. Obwohl das Malheur rasch behoben war, lief nichts mehr. Es kam wie es kommen musste und ehe wir uns versahen, waren die Gegnerinnen mit 10:1 vorne. Nun waren es die vermeintlich schon eingeschlafenen Ersatzspielerinnen, die aus ihrer Lethargie erwachten und sich diese Demontage nicht weiter bieten lassen wollten. Mit lautstarkem Gebrüll und frenetischen Rufen wurden die Spielerinnen angefeuert was das Zeug hält. Und es wirkte: unser Team war kaum mehr wiederzuerkennen. Auf wundersame Weise schien bei uns plötzlich alles zu gelingen, während sich bei den Gegnerinnen immer mehr Fehler einschlichen. Die nun folgende Service-Serie von S. Läubli konnte nicht einmal durch 2 Timeouts der Mellingerinnen gebrochen werden. Bald stand es 12:12 und das Duell gestaltete sich fortan (endlich) auf Augenhöhe. Zum Schluss konnten wir uns dann aber doch noch absetzen und brachten den Satz - wider aller Erwartungen der Zuschauer - mit 25:22 ins Trockene.

Diesen Schwung konnten wir sogleich in den 3. Satz mitnehmen. Dank den nun soliden Serviceabnahmen - insbesondere von Libera S. Heilmeier - konnten unsere Passeusen das Spiel deutlich vielseitiger gestalten. Dadurch lief vor allem S. Läubli zu Hochform auf und spielte das Spiel ihres Lebens. Doch die Gegner hatten auch hier noch ein Wörtchen mitzureden und so gestaltete sich auch dieser hart umkämpfte Satz lange ausgeglichen, bis wir ihn erneut mit 25:22 für uns entscheiden konnten.

Nun folgte der Entscheidungssatz. Mellingen fand den besseren Start und punktete mit perfekt in die langen Ecken gesetzten Bälle. Bald stand es 1:4 für die Gegnerinnen. Doch so schnell wollten wir uns nicht geschlagen geben. Es folgte ein spannendes Kopf-an-Kopf Rennen mit langen Ballwechseln. Die Teams schenkten sich nichts und auf beiden Seiten wurden Bälle erlaufen, die eigentlich nicht mehr zu erlaufen waren. Bei der Netzarbeit hatte S. Wiedemeier ihre Finger einfach überall dran und mauserte sich zwischenzeitlich sogar zur Passeuse. Mit diesem Einsatz und Kampfgeist spielten wir uns erneut an die Mellingerinnen heran. Mit einer weiteren starken Serviceserie - diesmal von S. Baumann - holten wir uns schliesslich den Matchball. Doch wer jetzt denkt die Geschichte sei zu Ende: falsch gedacht. Der Matchball wurde abgewehrt und mit zwei weiteren starken Services (nun leider von der anderen Spielfeld-Seite) holte sich Mellingen schliesslich den Sieg.

Und wer sich nun fragt wo der 4. Satz geblieben ist: ganz ehrlich, wir wissen es auch nicht!

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