Nach einem Jahr Pause wegen Corona war ich gespannt wie viele Spielerinnen sich noch für eine Saison entscheiden würden. Zu meiner Freude haben sich alle bereit erklärt mitzuziehen, auch wenn man nicht genau wusste, wie sich die Saison gestalten wird. Mit Freude und Elan besuchten wir die Trainings, auch wenn sich nach den ersten Manschetten wie bei Anfängern zum Teil blaue Flecken auf den Unterarmen breitmachten.
Ich habe leider die Vorbereitung ganz verpasst, da ich mit meiner Hand-OP länger zu kämpfen hatte als mir lieb war. Aus diesem Grund bin ich noch stolzer auf mein Team, dass alles so gut funktioniert hat .
Am 17. Oktober konnten wir endlich mit dem ersten Spiel starten. Etwas ungewiss und entsprechen nervös legten wir los. Leider konnten wir Seetal nur einen Satz abluchsen und verloren 3:1. Am 6. November nahmen wir den nächsten Anlauf gegen Tägeri. Auch hier haben wir gut gekämpft, den ersten Satz zwar nur mit 26:24 verloren – am Ende ging auch dieses Spiel wieder 3:1 an unseren Gegner.
Am 18. November ging das Abenteuer in Rheinfelden weiter. Nur zu 7. – dank der Aushilfe von Michèle – und einem Gegner mit dem wir uns jedes Jahr einen harten Feit lieferten ging es los. Ich war leider zu Hause und wartete auf mein PCR-Test-Resultat, der zum Glück negativ ausgefallen ist – aber der Matsch war schon Geschichte. Ich konnte es kaum glauben als die Nachricht kam, dass wir 3:1 gewonnen haben und dies mit 25:12 /25:13 / 17:25 und 25:20. Am 27. November war unser nächstes Spiel. Was für eine Überraschung das Resultat war…….. richtig, leider schon wieder 3:1 verloren. Das Spiel gegen Aarau wollten wir nun wirklich gewinnen und nach Möglichkeit einmal in 3 Sätzen. Dies gelang nach einem 25:21 / 25.13 und 25:15 sogar recht deutlich. Das letzte Spiel der Vorrunde konnten wir ebenfalls für uns entscheiden, wenn auch nur mit 3:2.
Wie allen bekannt ist, gab es nun wieder einen Unterbruch bis zu den Sportferien und die Teams mussten sich überlegen unter welchen Bedingungen sie weiterspielen wollen oder nicht.
Wir haben uns entschieden, notfalls auch mit Masken zu spielen. Als dann die Liste vom RVA bekannt war, schien für uns die Saison beendet, denn ausser Rheinfelden haben sich alle anderen Teams gegen ein Spiel mit Maske entschieden. So kam es am 19. Februar zum finalen Spiel um Platz 3 oder 4 . Zu unser aller Freude konnten wir Rheinfelden auch im Rückspiel besiegen, mit welchem Resultat muss ich wohl nicht mehr erwähnen ( 3:1).
Zu unserem Erstaunen wurden wir vom Vorstand angefragt, ob wir nicht die restlichen Spiele für das D3 bestreiten möchten, da im D1 und D2 zu wenig Spielerinnen waren und die Leute vom D3 dort aushelfen konnten. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns nach den Ferien in dieses Abenteuer gestürzt. Das erste Spiel mussten noch die Damen vom D3 übernehmen mit Aushilfen von uns, da das Spiel in die Ferien viel.
Am 22. Februar bestritten wir dann das erste Spiel in der 4. Liga welches wir klar 3:0 verloren. Hier ist noch zu erwähnen, dass Monika Spasova und Michèle Stanca, den Rest der Saison mit uns spielten, da wir sonst zu knapp an Leuten gewesen wären. Hier mein herzliches Dankeschön an euch Beide. Ihr wart von Anfang an ein Teil unserer Mannschaft als wäre es nie anders gewesen. Die Spiele 2 und 3 gingen leider ebenfalls 3:0 verloren, auch wenn wir zum Teil richtig gut gespielt hatten. Aber eben unsere Gegner hätten meist auch unsere Kinder sein können, was schon ein spezielles Gefühl war. Obwohl wir wussten, dass auch das D3 sich in der Vorrunde immer geschlagen geben musste, waren wir in unserer Ehre gekränkt kein Spiel gewonnen zu haben. Aber Stopp, da kam ja noch das Spiel gegen Zelgli Aarau und somit unsere letzte Chance, uns mit erhobenem Haupt aus der 4. Liga zu verabschieden. Nach einem spannenden und hart umkämpften Spiel konnten wir nach 1 Stunde und 46 Minuten die Halle mit einem 3:2 Sieg verlassen.
Nun möchte ich mich herzlich bei meinem Team und natürlich unserem Trainer bedanken für ihr Engagement und Flexibilität in einer erneut nicht einfachen Saison.
Jacqueline Moser
MV Ü32